OCEANO MARE. Das Meer der Geschichten

Erstdramatisierung nach dem gleichnamigen Roman von Alessandro Baricco
für das FWT von Johannes Kaetzler und Gerhard Seidel

Uraufführung am 3. März 2001
Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2001

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Werbe-Motiv zur Inszenierung. Gestaltung: Rottke Werbung

Regisseur Johannes Kaetzler erinnert sich:
"Die Probenzeit von ‚Oceano Mare‘ habe ich in wunderbarer Erinnerung. Es war schön und schwierig zugleich, die nahezu unfassbare Meer-Atmosphäre des Romans auf die Bühne zu transportieren. Aber es ist uns gelungen dank einer sehr schönen und stringenten Stückfassung, die in der kreativen Zusammenarbeit mit Gerhard Seidel entstanden ist, dank des stimmigen und aufwändigen Bühnenbildes von Tilo Steffens und natürlich dank der großartigen Schauspielerinnen und Schauspieler, allen voran Ingrid Berzau und Dieter Scholz. Und mit dabei war die bezaubernde junge Schauspielerin Nina Kolberg, die ich bei dieser Produktion kennenlernen durfte. Heut sind wir verheiratet und haben zwei tolle Kinder miteinander."

Zum Stück
Menschliches Strandgut sind sie alle, die Reisenden, die sich in einer kleinen Pension irgendwo am Meer begegnen: der besessene Maler, der skurrile Wissenschaftler, das junge Mädchen, die ebenso schöne wie todessehnsüchtige Frau, der Modearzt und der Seemann, die ein grausames Erlebnis aneinander gekettet hat. In der Obhut der Pensionswirtin Dira, eines rätselhaften Wesens, gerät die Gästeschar zusehends in Verstrickungen, und die Strandidylle verdüstert sich.

Mit Ingrid Berzau, Dieter Scholz, Peter Clös, Konrad Domann, Richard Hucke, Nina Kolberg, Stefanie Mühle, Bernd Rieser | Inszenierung Johannes Kaetzler | Bühne/Kostüme Tilo Steffens | Dramaturgie Gerhard Seidel

Uraufführung/Premiere am 3. März 2001
Mit acht Darsteller*innen war dieses eines der größten Profi-Ensembles einer Eigenproduktion auf der FWT-Bühne.

"Oceano Mare" wurde drei Spielzeiten lang (von März 2001 bis April 2003) mit insgesamt 77 Vorstellungen gespielt.

Im März/April 2002 stellte das Atelier für begleitendes Malen in Düsseldorf in einer Ausstellung im unteren Theaterfoyer Bilder aus, die durch einen Aufführungsbesuch von "Oceano Mare" inspiriert waren.

Presse

"Dem Freien Werkstatt Theater gelingt es, das Meer auf die Bühne zu holen. " WDR 3 Mosaik

"Eine gelungene Umsetzung des Romanstoffes auf der Bühne. So gelungen, dass selbst noch viel von Barriccos Fabulierkunst über die Rampe kommt." theater pur

"Es grenzt ans Fantastische, was sich da an Geschichten und Personen kreuzt und überkreuzt. Mit erstaunlichen Folgen wie Liebe und Tod, mit oft ebenso überraschenden wie witzigen Begegnungen und Dialogen, mit etlichen dunklen Wendungen, denen widerum ein Sturm mit kräftigen Licht-Schatten-Effekten in Tilo Steffens Bühnenraum entspricht. Köstliche Künstlichkeit zeichnet diese Versuchsanordnung mit Figuren, die überwiegend der Heilung bedürfen, aus. Lauter Einsame, deren Einsamkeit Johannes Kaetzlers Inszenierung deutlich herausarbeitet." Kölner Stadt-Anzeiger

"Könnten die Geschichten nicht weitergehen, immer wieter, wie die Wellen des Meeres oder die immerwährende Abfolge von Ebbe und Flut? Muss man sich wirklich trennen von diesen Menschen und ihrem Schicksal? Das FWT hat mit 'Oceano Mare' ein Suchtmittel für Theaterträumer*innen geschaffen." StadtRevue

"Im Freien Werkstatt Theater feierte 'Das Meer der Geschichten' eine umjubelte Uraufführung. Wie Dramaturg Gerhard Seidel und Regisseur Johannes Kaetzler den Roman des italienischen Bestsellerautors Barricco auf die Bühne bringen, ist herrlich: die mediterrane Stimmung des Romans ist auf der Bühne ebenso zu spüren wie die philosophische Tiefe der Geschichte. Herausragend ist die Leistung des gesamten Schauspielerensembles, das jeder Figur ihren ganz eigenen Charakter gibt." 20 Minuten

"Das Stück verbindet die im Buch auftauchende Mythologie, Wissenschaft, Historie und Charakterstudie zu einer hinreißenden Bühnenfassung. Die hervorragende Leistung aller Schauspieler, das schlichte aber äußerst passende Bühnenbild und die gut ausgewählte Musik unterstützen diese Effekte. Wer sich einen Abend abseits vom Fernsehen gönnen möchte, findet hier außergewöhnliche und unterhaltsame zweieinhalb Stunden." Einblick

Außerdem berichteten über die Inszenierung: Arte, Deutsche Welle, Theater der Zeit, Kölner Wochenspiegel, Kölner Illustrierte, Messe Treff, City Guide