REVOLT. SHE SAID. REVOLT AGAIN.

Von Alice Birch | Deutsch von Corinna Brocher
Nominiert für den Kölner Theaterpreis 2020

Revolt

 Fotos: © Nina Gschlößl

Girl meets Boy. Könnte man denken. Aber was passiert, wenn in dieser Begegnung nichts ist wie gelernt? Wenn "Girl" nicht den gesellschaftlichen Erwartungen und Regeln entspricht, sondern vielmehr in ihrer Begegnung mit dem anderen Geschlecht und der sie umgebenden männlich dominierten Welt auf ihrer Individualität und Eigenständigkeit beharrt. Sie lässt sich nicht besitzen, nicht benutzen, nicht domestizieren – will sich nicht fortpflanzen, nicht heiraten und auch ihr Sex gehört ihr. Alice Birchs Stück ist ein feministisches Manifest in vier Akten. Eine Reise durch den Alltag von Frauen, die daran erinnert, wie tief unsere Sprache, unsere Sitten, all unsere grundlegenden Vorstellungen von Arbeit und Privatleben vom Erbe der Gewalt durchdrungen sind.

Mit Fiona Metscher, Franziska Schmitz, Lisa Sophie Kusz, Mirka Ritter | Regie/Bühne/Kostüm/Lichtkonzept Killer&Killer - Sophie Killer & Thalia Killer | Musik Jakob Lorenz

Premiere 23. Januar 2020, 20:00 Uhr
Spieldauer ca. 100 Minuten, keine Pause

Die nächsten Spieltermine: 22., 23. Oktober 2020, 20:00 Uhr / 25. Oktober, 18:00 Uhr / 14. November 2020, 20:00 Uhr / 15. November 2020, 18:00 Uhr

Kartenbuchung

Presse

"Gespielt werden diese famosen Sprach-Charaden von vier großartig agierenden Schauspielerinnen. (...) Präzise, analytisch und pointiert werden auch Bereiche wie Ehe und Arbeit mit den Mitteln der Sprache einer (Re-)Volte unterzogen. (...) Derart geschüttelt und gerührt revanchiert sich das Premierenpublikum mit langanhaltendem Beifall." Kölner Stadt-Anzeiger

"Starker Applaus für einen anregenden Abend." Kölnische Rundschau

"Eine rasant inszenierte Bestandsaufnahme über die reale Gleichberechtigung der Geschlechter. (...) Franziska Schmitz, Mirka Ritter, Lisa Sophie Kusz und Fiona Metscher gelingt es, allein durch ihre Körpersprache, durch Mimik und Gestik perfekt auch in die Rolle des anderen Geschlechts zu schlüpfen. Und rutschen dabei nie in eine Karikatur ab. Die Killer-Schwestern Sophie und Thalia (2018 Gewinnerinnen des Kunstsalon-Theaterpreises) haben die vier Schauspielerinnen zu einer perfekt abgestimmt-funktionierenden Bühnenmaschine zusammengeschweißt." Rheinerlei

"Welchen sexistischen Situationen eine Frau in ihrem Leben leider auch im 21. Jahrhundert immer noch begegnet, davon gibt uns das feministische Theaterstück REVOLT. SHE SAID. REVOLT AGAIN. von Alice Birch im Freien Werkstatt Theater in Köln einen Einblick. (...) Die Zeit ist gekommen, sich vom Patriarchat zu lösen, vom sexistischen Verhalten zu verabschieden und laut zu werden." Populärkollektiv

"Eine Aufbruchsstimmung voller Aufrufe und Aufschreie bricht sich auf der Bühne des Freien Werkstatt Theaters bahn." kultura extra

"Alice Birchs feministisches Manifest über Rollenbilder, Übergriffigkeiten und Revolten in der Sexualität, auf dem Arbeitsmarkt und im Alltagsleben wird von den kraftvollen Schauspielerinnen überzeugend auf die Bühne gebracht. (...) Tatsächlich ist die Sprache die Stärke dieser Aufführung. Die vier Darstellerinnen bringen sie mit großem Witz zur Geltung." theater:pur

"Man muss schon genauer hinhören, um zu entdecken, dass es ganz oft eher um Unachtsamkeit bis hin zu fehlendem Respekt zwischen zwei Menschen – Geschlecht egal – geht. Genau diese Sequenzen machen auch die Größe des Abends aus. Und damit steigt das Stück gleich ein. Da gibt es ordentlich Sex auf die Ohren. (...) Die vier Schauspielerinnen Fiona Metscher, Franziska Schmitz, Lisa Sophie Kusz und Mirka Ritter werden im spartanischen Bühnenbild ordentlich sprachlich gefordert. Das meistern sie selbst dann, wenn der Chor in einen Kanon zu verfallen hat." O-Ton

"Feministisch präzise kommt die vierköpfige Kölner Frauentruppe Killer&Killer herüber, die Alice Birchs Text 'Revol. She said. Revolt again.' streng in schwarz gekleidet auf Stühlen performt. Lakonisch ironisch und angemessen selbstdistanziert zelebrieren die vier ein lustvolles Sprachkonzert und fragen, welche Machtstrukturen in sexuellen Sprachmustern liegen.“ Deutschlandfunk. Kultur heute

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